Baukonzerne kaufen verstärkt in verwandten Geschäftsfeldern zu
Die europäischen Bauunternehmen setzen verstärkt auf Übernahmen in verwandten Geschäftsfeldern. Laut dem Deloitte European M&A Construction Monitor ist der Anteil der branchenübergreifenden Übernahmen seit 2005 kontinuierlich gestiegen und lag 2010 bei über 30 %. Die meisten Mergers gab es im Bereich Industrieprodukte und -service (34 %), gefolgt von anderen Dienstleistungen (25 %). Beliebtes Ziel war außerdem der Energiesektor (9 %). Die Unternehmen reagieren damit auf den hohen Margendruck im traditionellen Kerngeschäft, ein weiterer Grund sind die konjunkturellen Auswirkungen der Finanzkrise. Im Kerngeschäft liegen die durchschnittlichen Ebit-Margen bei knapp 4 %, in anderen Bereichen sind laut dem Monitor bis zu 13 % realisierbar. Beispielhaft für diese Entwicklung steht laut Deloitte Bilfinger Berger, wo der Umbau von einem Bauunternehmen zu einer Multi Service Group seit einigen Jahren konsequent betrieben werde. Regional gesehen findet die Mehrzahl der Übernahmen inzwischen in Nord- und Osteuropa statt.
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