IFRS: Deutsche Prüfstelle bemängelt Fair-Value-Bewertung
Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung äußert massive Kritik an der Bilanzierung nach IFRS. Besondere Schwachpunke bestünden etwa bei der Zeitbewertung (Fair Value) von Immobilien, heißt es in einem Schreiben der Behörde an das IFRS-Gremium ISAB in London, aus dem die FAZ zitiert. So eröffne der Fair Value einen so großen Spielraum, dass die Angaben in der Bilanz „wenig nützliche Informationen für den Kapitalmarkt bieten und in manchen Fällen offensichtlich bewusst zu Werten führen, die nach unserer Auffassung nicht sachgerecht sind“. Kritisiert wird auch, dass die Annahmen von Gutachten abhängig seien, aber die „Gutachter wenigen regulatorischen Anforderungen unterliegen“. Insgesamt, so das Fazit der Prüfstelle, führen die IFRS-Buchführungsregeln zu Bilanzen, die für Wirtschaftsprüfer schwer überprüfbar seien.
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