Deutsche Euroshop senkt Prognose wegen Steuerurteil
Die Deutsche Euroshop (DES) senkt wegen eines Gewerbesteuerurteils ihre FFO-Prognose für 2011. Da die DES nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes die sogenannte erweiterte gewerbesteuerliche Kürzung nach § 9 Nr. 1 GewStG voraussichtlich nicht mehr in Anspruch nehmen darf, droht dem Shoppingcenter-Investor eine Gewerbesteuerlast von maximal 1,5 Mio. bis 2 Mio. Euro im Jahr. Für das laufende und die vergangenen Jahre trifft das Unternehmen daher eine Vorsorge für entsprechende Risiken in Höhe von rd. 6,1 Mio. Euro. Das belastet den FFO mit 0,12 Euro/Aktie. Die DES senke die FFO-Prognose angesichts der guten Geschäftsentwicklung aber nur um 0,08 Euro/Aktie auf 1,40 bis 1,44 Euro/Aktie, sagte DES-Sprecher Patrick Kiss gegenüber TD. Für 2012 hält die DES an der FFO-Prognose von 1,60 bis 1,64 Euro/Aktie vorerst fest: Um die Gewerbesteuerlast möglichst niedrig zu halten, prüft das in Hamburg ansässige Unternehmen nämlich einen Umzug innerhalb Deutschlands bzw. ins Ausland. Das Bewertungsergebnis 2011 könnte durch einen einmaligen Rückstellungsbedarf aufgrund der Gewerbesteuerpflicht von maximal 85 Mio. bis 90 Mio. Euro belastet werden.
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