Versicherer planen trotz Solvency II mehr Immobilienkäufe
Die deutschen Versicherer und Versorgungswerke planen in diesem Jahr wieder mehr Immobilienkäufe und zeigen sich dabei auch risikofreudiger als im Vorjahr. Im Schnitt will dieses Jahr jedes Unternehmen für 385 Mio. Euro Immobilien kaufen, was 31 % mehr sind als im Vorjahr, so ein Ergebnis der Umfrage von Ernst & Young unter 40 Versicherern. Davon sollen 256 Mio. Euro direkt und 129 Mio. Euro indirekt investiert werden. Berücksichtigt man auch die geplanten Verkäufe im Volumen von durchschnittlich 118 Mio. Euro, ergibt sich ein Kaufvolumen von rd. 270 Mio. Euro je Versicherer. Solvency II sei dabei zwar weiterhin das Top-Thema in der Branche, allerdings sehen 55 % der Befragten in den neuen Regelungen keinen Grund für eine Zurückstellung von Immobilieninvestments. Die Immobilienquote solle sich von derzeit 6,1 % im Schnitt auf 6,6 % erhöhen. Die gestiegene Risikobereitschaft zeige sich u.a. daran, dass die Versicherer wieder stärker auf Logistik und Infrastruktur sowie Projektentwicklungen setzen.
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