KfW-Indikator: Neubau erholt sich, dennoch fehlen künftig Wohnungen
Der seit Jahren schwächelnde deutsche Wohnungsneubau scheint sich zu erholen. Der KfW-Indikator Eigenheimbau lag im Juni mit 35,4 % gut 8 Prozentpunkte über dem Juniwert des Vorjahres. Für das Gesamtjahr rechnet die KfW mit dem Neubau von rd. 146.000 Wohnungen. Im Vorjahr entstanden nur rd. 140.000 neue Wohnungen, 10 % weniger als im Jahr 2008 und der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Die Belebung in diesem Jahr werten die Researcher als Indiz dafür, dass beim Wohnungsneubau die Bodenbildung vorerst erreicht ist.
Entwarnung gibt das Institut allerdings nicht. „Auch wenn der Wohnungsbedarf in Deutschland durch starke regionale Unterschiede geprägt ist, ist unbestreitbar, dass das derzeitige Wohnungsneubauniveau nicht ausreicht, den auch in den kommenden Jahren noch steigenden Wohnungsbedarf zu bedienen“, sagt Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW. Denn trotz des demografischen Wandels werde die Zahl der Haushalte bis mindestens zum Jahr 2020 weiterhin zunehmen.“
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