Finanzierung: Problemkredite türmen sich auf 213 Mrd. Euro
Die deutschen Banken sitzen auf einem Berg von Problemkrediten. Das Volumen solcher Non-Performance-Loans ist laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) im vergangenen Jahr um 50 % auf 213 Mrd. Euro gestiegen. Damit sei der Bestand an Problemkrediten hierzulande weit höher als in anderen europäischen Staaten: In Großbritannien beläuft sich das Volumen von Problemkrediten auf gut 155 Mrd. Euro (2008: 107,1 Mrd. Euro), in Spanien auf 96,8 Mrd. Euro (2008: 75,4 Mrd. Euro) und in Italien auf 59 Mrd. Euro (2008: 42,1 Mrd. Euro). In Großbritannien wurden seit Anfang 2010 Kreditportfolios im Wert von über 1,6 Mrd. Euro verkauft, in Deutschland hingegen gab es laut PwC noch keine nennenswerten NPL-Transaktionen. In der zweiten Jahreshälfte werden laut Studie aber voraussichtlich mehrere Kreditportfolios auf den Markt kommen. Die Voraussetzungen dafür hätten einige Banken durch die Gründung von Abwicklungseinheiten geschaffen. Im Fokus dürften dabei zunächst hypothekengesicherte Kredite für Wohn- und Gewerbeimmobilien stehen.
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