Karstadt: Endspurt mit drei Bietern
Im Bieterrennen um die angeschlagene Warenhauskette Karstadt zeichnet sich ein spannender Schlussspurt ab. Laut „Bild am Sonntag“ will das Vermieterkonsortium Highstreet um die US-Investmentbank Goldman Sachs noch vor Ende der Bieterfrist am 28. Mai ein Angebot vorlegen. Nach Informationen der Zeitung will der Eigentümer von gut zwei Drittel der 120 Karstadt-Filialen sämtliche Warenhäuser übernehmen und Karstadt als Konzern erhalten. In Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi habe sich Highstreet bereits auf die Details einer Übernahme geeinigt. Der Privatinvestor Nicolas Berggruen indes, der mit seinem Investmentvehikel Berggruen Holdings am Freitagabend überraschend eine Offerte bei Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg eingereicht hatte, hat die Zweifel der Gewerkschaft Verdi an der Seriosität seines Angebots laut Zeitungsberichten weitgehend ausgeräumt. Verdis anfängliche Zurückhaltung verwunderte, weil Berggruen – anders als der zuvor einzige Bieter Triton – keine weiteren Zugeständnisse von den rd. 25.000 Mitarbeitern, wohl aber von den Vermietern fordert. Das Amtsgericht Essen entscheidet am 31. Mai, ob der Insolvenzplan in Kraft treten kann. Die Stadt Köln will der Rettung der Warenhauskette nicht mehr im Weg stehen: Sie hat inzwischen angekündigt, auf die Gewerbesteuer auf einen möglichen Sanierungsgewinn zu verzichten.
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