Landesbanken: Neue Belastungen und Prüfung durch die Staatsanwaltschaft
Den Landesbanken HSH Nordbank, Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und WestLB droht neues Ungemach durch die Finanzkrise. Die HSH wird laut einem Bericht des „Fokus“ 2008 aufgrund von Abschreibungen im Kreditersatzgeschäft mindestens 1 Mrd. Euro Verlust machen. Ende September hatte die Bank noch einen Verlust von insgesamt 360 Mio. Euro ausgewiesen.
Die LBBW kämpft derweil mit Vorwürfen, die Verluste seien auf kriminelle Machenschaften zurückzuführen. „Es gibt keine Anhaltspunkte für unrechtmäßiges Handeln“, betonte ein LBBW-Sprecher gegenüber der „Welt“. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft prüfe derzeit Anzeigen wegen des Vorwurfs der Untreue, die sich gegen LBBW-Chef Siegfried Jaschinski und seine sechs Vorstandskollegen richten, so das Blatt. Die LBBW-Eigner hatten am Freitag gemeldet, dass sie Risikolage und Geschäftsmodell durch PricewaterhouseCoopers, Ernst & Young und Roland Berger unter die Lupe nehmen lassen wollen. Erst dann solle über das weitere Vorgehen wegen der geplanten Kapitalspritze für die Bank entschieden werden.
Die WestLB will erneut riskante Wertpapiere in mittlerer zweistelliger Milliardenhöhe ausgliedern, um ihre Kernkapitalquote von bisher 5,4 auf 8 % zu verbessern. Der bisherige Vorstand Wolfgang Nickels wird zum Jahresende aus der Bank ausscheiden.
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