Finanzkrise: Entwarnung für deutsche Wohnimmobilien
Immobilieninvestitionen sind nicht risikoarm, sagt Tobias Just, Analyst bei der Deutschen Bank Research, in einem aktuellen Kommentar zur Finanzkrise. Er begründet dies mit den spezifischen Immobilienrisiken wie Standort- und Klumpenrisiko, aber auch dem meist hohen Fremdkapitalanteil mit entsprechendem Zinsrisiko. Neu an der aktuellen Krise sei allerdings die Dimension, die stärkere internationale Verflechtung über Kapitalmarktprodukte und die globale Symmetrie der Ereignisse. Für den deutschen Wohnungsmarkt gibt Just Entwarnung. Hier habe sich keine Blase aufgebaut, die nun platzen könne. Trotz Rezession sei mit flächendeckenden Preisrückgängen nicht zu rechnen. Anders die gewerblichen Immobilienmärkte in Westeuropa und den USA, die durch die wirtschaftliche Situation massiv belastet würden. „In allen wichtigen Büromärkten Europas und Amerikas wird die Flächenabsorption spürbar sinken, Leerstände werden steigen, und die Spitzenmieten fallen“, so seine Prognose. Auch in Deutschland gäben die Büromieten deutlich nach. Immerhin werde die Korrektur hier wohl geringer ausfallen als im Zuge der letzten Rezession. Auch auf den Märkten in Osteuropa und Asien erwartet er Preisrückgänge. Das Transaktionsvolumen werde weltweit weiter sinken. Ab 2009 seien Notverkäufe wahrscheinlich.
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