Immofinanz: Mehrere deutsche Banken bangen um Kredite
Von der finanziellen Schieflage des österreichischen Immobilienkonzers Immofinanz AG sind auch mehrere deutsche Banken betroffen. Die WestLB AG räumte ein Engagement von 50 Mio. Euro ein, die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und die Commerzbank-Tochter Eurohypo bestätigten Kreditforderungen ohne allerdings deren Umfang näher zu beziffern. Insgesamt hat die Immofinanz Bankschulden in Höhe von 6 Mrd. Euro. Die bisher unauffindbaren 512 Mio. Euro, die aus einer Kapitalerhöhung der Tochter Immoeast stammten und nicht mehr aufgefunden werden konnten, scheinen indes wieder aufgetaucht. Sie seien zum Kauf von Immofinanz-Aktien verwendet worden, so die neue Führungsriege Thomas Kleibl und Eduard Zehetner. Das Geld solle nun von der Constantia Packing BV, der ehemaligen Mutter der CPB, zurückgefordert werden. Diese hatte die Haftung für die Zahlung übernommen. Die Immofinanz verhandelt derzeit mit fast 100 Instituten über eine Restrukturierung der Kredite. Immobilienentwicklungsprojekte, für die keine sichere Finanzierung vorliege bzw. deren Wirtschaftlichkeit in der gegenwärtigen Krise nicht gesichert sei, würden gestoppt, so Kleibl. Die Ex-Vorstände der beiden Immobilienunternehmen Immofinanz und Immoeast stehen unter dem Verdacht der Bilanzmanipulation, des Betrugs und der Untreue.
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