TLG Immobilien: Bund stoppt Privatisierung
Die geplante Privatisierung der staatlichen TLG Immobilien GmbH ist gestoppt worden. „Die derzeit extrem widrigen Rahmenbedingungen auf den internationalen Finanzmärkten erlauben keinen erfolgreichen Abschluss des Privatisierungsverfahrens“, teilte das Bundesfinanzministerium mit. Das ausschließlich auf dem ostdeutschen Immobilienmarkt aktive Unternehmen bleibe somit vorerst in Bundesbesitz. Die Privatisierungspläne würden nicht aufgegeben, „sondern bei einem besseren Marktumfeld mittelfristig wieder aufgenommen“, so das Finanzministerium.
Das „Handelsblatt“ berichtet mit Verweis auf Insider, dass die Kaufinteressenten Lone Star und Perella Weinberg in Schwierigkeiten bei der Finanzierung geraten seien. Der Deal habe sich deshalb hingezogen und sollte erst im Dezember abgeschlossen werden. Laut Medienberichten wäre bei einem Verkauf ein Preis von 700 bis 750 Mio. Euro erzielt worden. Das Immobilienportfolio der TLG besteht derzeit aus rd. 1.500 Wohn- und Gewerbeobjekten mit einem Wert von rd. 1,5 Mrd. Euro.
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