Berlin: Sinkende Umsätze und steigende Mieten am Wohnungsmarkt
Die internationale Finanzkrise hat zu einer erheblichen Dämpfung des Berliner Wohnungsmarkts geführt. Die Umsätze sind 2007 bei Mietshäusern im Vergleich zum Vorjahr um 57 % von 2,52 Mrd. auf 1,08 Mrd. Euro gesunken. „Für eine Immobilienkrise gibt es hier derzeit aber keinerlei Anzeichen“, unterstrich Ludwig Burkardt, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) bei der Vorstellung des BBU-Marktmonitors 2008. Gleichzeitig stiegen die Mieten. Beliefen sich die Nettokaltmieten bei Neuvermietungen im Berliner Durchschnitt 2006 auf 5,49 Euro/m², stieg dieser Wert auf 5,75 Euro/m². Gegenüber dem Mietspiegeldurchschnitt von 4,75 Euro/m² fallen die Neuvertragsmieten damit um 21,1 % höher aus. Besonders gefragt sind innerstädtische, sanierte Altbauwohnungen. Hier liegen die Neuvertragsmieten mit 6,62 Euro/m² um 1,32 Euro oder 25 % über den Bestandsmieten. „In der Spitze können hier aber auch Quadratmetermieten von über zehn Euro verlangt werden“, so Burkardt. Problematisch wird die Lage vor allem für finanzschwache Haushalte. „Der steigenden Nachfrage nach kleinen und billigen Wohnungen steht kein ausreichendes Angebot gegenüber“, so Burkardt. Wegen des Förderabbaus liege die Miete für Sozialwohnungen mittlerweile im Schnitt rd. 50 Cent über dem Berliner Mietspiegeldurchschnitt.
TD Morning News abonnieren
Melden Sie sich für die TD Morning News an und erhalten Sie täglich einen kostenlosen Auszug aus unseren Branchennachrichten.