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HRE: Dramatische Rettungsaktion in letzter Minute

Die Hypo Real Estate (HRE) ist am Wochenende knapp einer Katastrophe entkommen. Nachdem das bereits zugesagte Rettungspaket am Samstag geplatzt war, brachte erst eine neue Kreditzusage des Finanzsektors am späten Sonntagabend die erneute Rettung für den angeschlagenen Immobilien- und Staatsfinanzierer. Wie Bund und HRE bekanntgaben, wird der Finanzsektor der HRE-Gruppe über die bisherige Kreditlinie von 35 Mrd. Euro hinaus einen besicherten Liquiditätskredit in Höhe von 15 Mrd. Euro zur Verfügung stellen. Der vom Bund bewilligte Bürgschaftsrahmen von bis zu 35 Mrd. Euro bleibe unverändert, heißt es. Sollten die Zusagen in Anspruch genommen werden, trage der Finanzsektor bis zu einem Volumen von 14 Mrd. Euro die Belastungen zu 60 % und der Bund zu 40 %. Bei einem Betrag oberhalb dieser Summe haftet allein
der Bund. Nötig wurde die neue Rettungsaktion, nachdem der Finanzsektor seine Finanzierungszusagen zurückgezogen hatte. Der Grund dafür war nach Informationen der „Welt am Sonntag“ eine Neuberechnung der zur Rettung erforderlichen Mittel durch die Deutsche Bank. Den Kapitalbedarf
bis Ende 2008 schätze das Institut nun auf 50 Mrd. Euro, bis Ende 2009 seien sogar bis zu 100 Mrd. Euro vonnöten, heißt es. Hätte die HRE zum Börsenstart in Fernost ohne Rettungsplan dagestanden, wären die Folgen für den deutschen Finanz- und Pfandbriefmarkt unabsehbar gewesen. Wegen der Krise bei der HRE sah sich die Bundesregierung inzwischen zu einer Garantiezusage für alle privaten Spareinlagen in Deutschland veranlasst. Nach Regierungsangaben umfasst die Garantie eine Summe von mindestens 568 Mrd. Euro.

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