USA: US-Rettungsplan gescheitert, Wall Street in Panik
Der 700 Mrd. US-Dollar schwere Rettungsplan für die angeschlagene Finanzbranche ist gescheitert: In einer dramatischen Abstimmung im Repräsentantenhaus lehnten 228 Parlamentarier das Hilfspaket ab. Lediglich 205 stimmten zu. Wie US-Medien berichten, votierten zwei Drittel der Republikaner, die staatliche Eingriffe grundsätzlich ablehnen, sowie ein Drittel der Demokraten gegen das Programm. Die Aktienkurse an der Wall Street reagierten mit einem dramatischen Absturz – der Dow Jones-Index fiel um fast 780 Punkte auf 10.365 Zähler und verbuchte damit den größten Tagesverlust seiner Geschichte. Zur Verunsicherung an den Börsen trug auch die Mitteilung des staatlichen Einlagensicherungsfonds FDIC bei, dass die Citigroup das Bankgeschäft der in Schieflage geratenen Wachovia Bank erwirbt. Den Angaben zufolge übernimmt die US-Großbank einen großen Teil der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Wachovias, u.a. Verluste in Höhe von 42 Mrd. Dollar. Für den Rest der Wachovia-Schulden hafte der Staat – als Gegenleistung erhalte die FDIC Citigoup-Aktien im Wert von ca. 12 Mrd. Dollar, heißt es weiter. Laut CNN arbeitet das Weiße Haus bereits an einem neuen Rettungsplan – allerdings wird aufgrund des jüdischen Neujahrsfests (Rosch ha-Schana, 30.9.) frühestens am Donnerstag mit einer erneuten Abstimmung gerechnet. Führende Republikaner und Demokraten hätten ihre Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen erklärt.
TD Morning News abonnieren
Melden Sie sich für die TD Morning News an und erhalten Sie täglich einen kostenlosen Auszug aus unseren Branchennachrichten.