Investmentmarkt: Transaktionsumsatz insgesamt im Plus
Das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Investmentmarkt im 1. Quartal summiert sich nach Berechnungen der internationalen Makler auf 8,6 bis 8,9 Mrd. Euro und liegt damit 5 bis 20 % über dem Vorjahreswert. Auf Wohnimmobilien entfallen 1,7 bis 2,5 Mrd. Euro, ein Rückgang von bis zu 28 %, weil Transaktionen über 500 Mio. Euro ausblieben. Büroverkäufe nehmen auf 1,7 bis 2,1 Mrd. Euro zu, hier spielt der Erwerb eines Neubauensembles durch die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung in Kaarst für schätzungsweise 300 bis 400 Mio. Euro hinein. Einzelhandelsimmobilienkäufe verorten die Makler bei 1,4 Mrd. Euro, Logistik abnehmend bei 1,1 bis 1,4 Mrd. Euro. Die Cofinimmo-Übernahme durch Aedfica und der Portfolio-Deal von TPG hieven den Umsatz mit Healthcare-Immobilien auf 1,1 Mrd. Euro. Die Netto-Spitzenrenditen blieben weitgehend unverändert. Auch nach dem Kriegsausbruch Ende Februar seien "eine ganze Reihe von Transaktionen erfolgreich unterzeichnet" worden, berichtet BNPPRE. Nach Beobachtung von CBRE wurden "die meisten laufenden Transaktionen fortgesetzt, hinsichtlich neuer Prozesse sind viele Akteure jedoch spürbar vorsichtiger geworden". JLL rechnet mit Blick auf laufende Prozesse mit einem Jahresergebnis von 35 bis 40 Mrd. Euro (einschließlich Wohnen). Colliers hält im Gewerbesegment einen Anstieg um 10 bis 15 % auf 30 Mrd. Euro für möglich. Savills stellt zwei Szenarien auf: Entweder die moderate Erholung setzt sich auf womöglich niedrigerem Preisniveau fort oder aber Banken und Eigentümer schieben wegen des höheren Verkaufs- und Verwertungsdrucks mehr Produkt in den Markt. Letztes sei in den letzten Wochen etwas wahrscheinlicher geworden. NAI apollo rechnet damit, dass Wohn-Transaktionen erst in der zweiten Jahreshälfte leicht anziehen.
TD Morning News abonnieren
Melden Sie sich für die TD Morning News an und erhalten Sie täglich einen kostenlosen Auszug aus unseren Branchennachrichten.