Bauministerin Hubertz wirbt um privates Kapital und Vertrauen
Bundesbauministerin Verena Hubertz hat sich deutlich gegen eine Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen ausgesprochen. "Die Regierung hält die Debatte für fehlgeleitet", betonte die SPD-Politikerin vor hochrangigem Publikum in Frankfurt. Schließlich will Hubertz mehr privates Kapital in den Wohnungsbau locken. Mit ihrer Idee einer "Investorenkonferenz" hat sie den Dialog zwischen Politik und Branche nun womöglich auf ein neues Level gehoben. Zur Unterstützung hatte sie Finanzminister Klingbeil mitgebracht. Steuergeschenke hatte der zwar nicht im Gepäck, man arbeite aber daran, die degressive AfA nach September 2029 für weitere zwei Jahre fortzusetzen. Zusätzliche Investitionen soll die KfW als Ankerinvestor erleichtern. "Wir erweitern den Deutschlandfonds und etablieren ein Wohnungsbaumodul", sagte Hubertz, um, so Klingbeil, "mit öffentlichem Geld privates Kapital zu hebeln". Adressiert werden Investoren, die "moderate Renditen" suchen. Konkret vorstellen konnte Hubertz einen Aktionsplan zur Senkung der "auf ein unsägliches Niveau" gestiegenen Baukosten. Abhilfe soll bald der Gebäudetyp E schaffen. Außerdem ist ab 2027 ein Bonus für seriellen und modularen Neubau geplant.
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