Wohninvestments ziehen trotz riskanter Gemengelage an

Der deutsche Wohninvestmentmarkt zeigte sich im ersten Halbjahr robust. BNP Paribas Real Estate, JLL, Colliers und NAI apollo berechneten ein Transaktionsvolumen von 4,3 bis 4,4 Mrd. Euro, was nur leicht unter dem Vorjahresergebnis liegt. CBRE sieht die gewerblichen Wohninvestments bei 3,6 Mrd. Euro, Cushman & Wakefield und Savills kommen auf leicht über bzw. unter 4 Mrd. Euro. Im 2. Quartal stiegen sowohl der Umsatz als auch die Zahl der Transaktionen im Vergleich zu Q1 – eine bemerkenswerte Entwicklung angesichts der gestiegenen geopolitischen Unsicherheiten, hebt JLL hervor. Eine weitere Besonderheit: Großvolumige Verkäufe ab 100 Mio. Euro machen nur 34 % des Gesamtumsatzes aus. Das ist laut BNP so wenig wie seit zehn Jahren nicht. Colliers spricht von "kleineren Tickets als neuem Core-Fundament". Nach temporärem Stillstand im Mai infolge der Zins-Anhebung durch die EZB nehmen die Aktivitäten seit Juni wieder zu, beobachtet CBRE. Für das zweite Halbjahr erwarten die Maklerhäuser mehrheitlich eine weitere Belebung.

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