Einzelhandel: Flächenumsatz sinkt unter 100.000 m²

Der Einzelhandelsvermietungsmarkt zeigt im zweiten Quartal 2026 eine deutliche Abschwächung. Mit einem Flächenumsatz von 94.400 m² wurde erstmals seit fünf Jahren die Marke von 100.000 m² verfehlt. Gegenüber dem Vorquartal (108.900 m²) entspricht dies einem Rückgang um 13 %. Das geht aus aktuellen Zahlen des Beratungshauses JLL hervor. Innerhalb der Top-10-Standorte nimmt Berlin eine klare Spitzenposition ein. Mit 31.200 m² entfällt knapp ein Drittel des gesamten Flächenumsatzes der wichtigsten Handelslagen auf die Hauptstadt – gefolgt von Düsseldorf mit 12.400 m² (17 Deals) und Leipzig mit 11.900 m² bei lediglich sechs Abschlüssen. Auf Branchenebene dominierte erneut der Textilhandel. Mit rund 52.700 m² bzw. 26 % des gesamten Flächenumsatzes bleibt er der wichtigste Nachfragefaktor. Besonders aktiv zeigen sich Ketten wie Jack & Jones, Lager 157 und Ernsting’s Family. München bleibt mit 340 Euro/m²/Monat der teuerste Einzelhandelsstandort Deutschlands. Es folgen Düsseldorf (+3,6%) mit 290 Euro sowie Frankfurt und Berlin (-3,4 %) mit jeweils 280 Euro.

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