Branicks einigt sich mit Gläubigern – Wärntges soll zurücktreten
Branicks hat sich mit der Mehrheit seiner Gläubiger auf einen Schuldenschnitt und die Verlängerung seiner demnächst fälligen Anleihe sowie seiner Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen geeinigt. Demnach gewähren die Gläubiger Brückenfinanzierungen an Branicks und die Tochter VIB von 95 Mio. Euro, dieses Fremdkapital soll in eine langfristige Finanzierung überführt werden, die im Herbst 2029 endfällig wird und einen Zinssatz von 10,0% pro Jahr in bar hat. Die Anleihe wird von 400 auf 258,8 Mio. Euro deutlich herabgesetzt; die Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen von 179,5 auf 116,2 Mio. Euro. Die Laufzeit geht bis 2030 bei jährlich 7,5 % Zinsen. Daneben wird eine neue nachrangige Anleihe über 151,5 Mio. Euro sowie nachrangige Schuldscheine und Namensschuldverschreibungen über 68 Mio. Euro (Laufzeit bis 2038, 15 % Zinsen p.a.) an die Gläubiger ausgegeben. Weiter wurde ausgehandelt, dass Josef Schultheis als Chief Restructuring Officer in den Branicks-Vorstand einzieht und die Vorsitzende Sonja Wärntges die Geschäfte einstweilen weiter verantwortet, aber ihr Amt spätestens zum Jahresende niederlegt. Zudem tritt der Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Schmidt sofort zurück. Das Unternehmen soll einen Plan zum Verkauf weiterer Vermögenswerte erstellen, um seine Verschuldung zu reduzieren.
TD Morning News abonnieren
Melden Sie sich für die TD Morning News an und erhalten Sie täglich einen kostenlosen Auszug aus unseren Branchennachrichten.