Die Kostenneutralität beim Fernwärmeanschluss soll fallen
Für mehr Transparenz bei Fernwärme zu sorgen, hatte sich schon der damalige Wirtschaftsminister Robert Habeck auf die Fahnen geschrieben; das Ampel-Aus Ende 2024 verhinderte die Umsetzung. Jetzt geht die schwarz-rote Bundesregierung das Vorhaben an. Das Kabinett schnürte auf seiner Klausurtagung in Neuhardenberg ein "Wärmenetzpaket". Die am Mittwoch vorgestellten Eckpunkte sehen u.a. eine Reform des sogenannten Kostenneutralitätsgebots bei der Wärmelieferung vor. Vermieter sollen künftig einen Teil ihrer Investitionen auf Mieter umlegen können, gedeckelt auf monatlich 0,50 Euro/m² Wohnfläche. Dies gilt, sofern die Kosten erheblich sind, etwa bei Anschluss an ein Wärmenetz und der Modernisierung oder Erneuerung der Heizungsanlage. Bislang dürfen die Kosten für Mieter bei einem Wechsel auf gewerbliche Wärmelieferung nicht höher liegen als vor der Umstellung, was die Immobilienwirtschaft kritisch sieht. Dass die Heizkosten für Mieter deutlich steigen werden, befürchtet dagegen der Mieterbund. Fernwärme sei die teuerste Heizoption für Mieterhaushalte. Allerdings müssen Wärmeversorger künftig auf einer neuen Plattform Preise, Tarifstrukturen und Kostenbestandteile veröffentlichen. Eine Bundesbehörde übernimmt die Preisaufsicht.
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