Exit-Druck von Private Equity könnte Wohntransaktionen antreiben

Der deutsche Wohninvestmentmarkt könnte in den kommenden Jahren zusätzliche Impulse durch Rekapitalisierungen und Secondary-Transaktionen erhalten. Das wurde beim „JLL Living Talk“ deutlich. Demnach haben zahlreiche geschlossene Private-Equity-Fonds der Jahrgänge 2016 bis 2018 bislang weniger als die Hälfte ihrer Exits realisiert. Konkret konnten die Fonds des Jahrgangs 2016 bislang weniger als 50 % ihres Volumens an Anleger auskehren, für 2017er-Jahrgänge sind es ca. 40 %, für 2018er-Jahrgänge ca. 30 % Ausschüttung. Die Mehrzahl der Assets liegt also noch im Fonds und wartet auf Exit-Events. Dadurch baue sich zunehmender Verkaufsdruck in diesen Fonds auf. Anstelle vollständiger Verkäufe würden Investoren derzeit verstärkt alternative Kapitalmaßnahmen prüfen. Dazu zählten die Aufnahme von Fremdkapital in die Kapitalstruktur, um Equity „ein Stück weit rauszunehmen“, sagte Johannes Gruss, Head of Real Estate Investment Banking DACH bei JLL. Auch (Teil-)Verkäufe von Beteiligungen seien eine Alternative. „Es wird das Jahr der Rekapitalisierungen und der Secondary-Transaktionen“, so Gruss weiter. Weitere Markttrends gibt's in TD Premium.

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