Büro: Deutlich mehr Fertigstellungen, aber keine Neubauwelle
In den sieben größten Büromärkten werden laut JLL dieses Jahr 1,2 Mio. m² fertiggestellt, das sind 43 % mehr als 2015. Für die Jahre 2016 bis 2018 sieht JLL das Neubauvolumen 20 % über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Von einer Neubauwelle will JLL-Researcher Helge Scheunemann aber nicht sprechen: Der Anteil der spekulativen Projekte ist gegenüber 2011 und 2012 von fast 50 % auf 30 % (2015) bzw. 35 % (2016) zurückgegangen. Vor dem Hintergrund des starken Vermietungsmarkts und der niedrigen Leerstandsquote stelle sich eher die Frage, warum nicht mehr gebaut wird. Scheunemann nennt Grundstücksknappheit, restriktive Kreditvergaben, hohe geforderte Vorvermietungsquoten und das risikobehaftete Umfeld als Gründe für Zurückhaltung. Aber auch niedrigere Mietvertragslaufzeiten hemmen laut Scheunemann die Bautätigkeit: Seit Beginn des Jahrtausends hat sich der Anteil der Zehnjahresmieverträge auf 10 % fast halbiert.
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