Empirica: Blasengefahr wächst, vor allem durch Wohnungsbaukredite

Der Empirica-Blasenindex ist weiter leicht gestiegen. Inzwischen wird für 131 Kreise eine mäßige bis hohe Gefahr einer Immobilienpreisblase erkannt (Vorquartal 124). Für die deutschen Top-7-Städte wird durchgängig eine „eher hohe“, aber keine hohe Blasengefahr indiziert. Eine solche Warnung spricht Empirica für sechs kleinere Städte aus, darunter Regensburg, Trier und Coburg. Bundesweit betrachtet wuchsen die Mieten und Kaufpreise in 204 von 402 Städten nicht mehr im Gleichklang (Vorquartal 199). In 104 Kreisen sind die Kaufpreise auch den Einkommen enteilt (Vorquartal 97). Insgesamt liegt der Blasenindex allerdings immer noch unter dem Ursprungsniveau des Referenzjahres 2004. Für den Teil-Index „Wohnungsbaukredite“ gilt dies aber nicht mehr: Er überschreitet erstmals den „gefahrlosen“ Referenzwert. Empirica verweist darauf, dass nach Berechnungen des VDP fast zwei Drittel der Finanzierungen in Bestandsobjekte fließen. Das sei einerseits beruhigend, weil so kein Überangebot finanziert werde. Andererseits sei es beunruhigend, dass der Wohnungsbau im sechsten Jahr der Hausse noch immer der Nachfrage hinterherhinke.

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