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Vivacon: Bekanntgabe hoher Verluste auf außerordentlicher HV

Die angeschlagene Vivacon AG hat vor der heute stattfindenden außerordentlichen Hauptversammlung vorläufige Zahlen für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 bekannt gegeben. Demnach wird für diesen Zeitraum ein Verlust nach HGB von insgesamt rd. 170 Mio. Euro erwartet. Grund hierfür seien v.a. Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe von 158 Mio. Euro, die durch den Verkauf von Portfolios, Projekten und Beteiligungen im Rahmen des Sanierungsprozesses vorgenommen wurden. Im HGB-Einzelabschluss führe dies zu einem negativen Eigenkapital (rd. -25 Mio. Euro). Für den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss erwartet Vivacon eine „Relativierung dieses Wertes“. Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne liege nicht vor.
Künftig will sich Vivacon auf das Geschäft mit Erbbaurechtsgrundstücken konzentrieren. Dabei sei nun ein erster Verwaltervertrag für Dritte abgeschlossen worden: Vivacon verwaltet künftig den Bestand an Erbbaurechtsgrundstücken einer privaten Vermögensverwaltung mit rd. 600 Einheiten im gesamten Bundesgebiet. Im eigenen Bestand hat Vivacon Erbbaurechtsgrundstücke mit einem Volumen von derzeit rd. 14 Mio. Euro Erbbauzinsen p.a. Der eigene Bestand soll durch Zukäufe vorwiegend im Wohnsegment ausgebaut werden.

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