Investmentmarkt: Versicherer wollen im Schnitt 300 Mio. Euro investieren
Deutsche Versicherer und Pensionskassen wollen in diesem Jahr im Durchschnitt knapp 300 Mio. Euro in Immobilien investieren. Die Immobilienquote soll damit von 6,1 auf 6,4 % erhöht werden. Dabei zeigen sich die von Ernst & Young Real Estate befragten Investoren aus der Assekuranz deutlich risikobewusster als noch im Vorjahr. Investieren will die Branche besonders in Coreimmobilien in Deutschland (88 %). Ebenfalls attraktiv sind die etablierten europäischen Nachbarn, bei denen 75 % der befragten Unternehmen investieren wollen.
25 % planen Verkäufe in den USA
Dagegen planen 25 % der Unternehmen, sich von Nordamerikainvestments zu trennen, da sie mit weiteren Preiskorrekturen auf dem US-Markt rechnen. Bei den Nutzungsarten hat der Einzelhandel mit 90 % die noch im vergangenen Jahr beliebtesten Immobilienanlageklassen Wohn- und Büroimmobilien in der Gunst verdrängt. Büros sind bei 81 % der Befragten auf der Einkaufsliste zu finden. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den asiatischen Core-Märkten. Planten 2009 hier noch 35 % der Befragten Ankäufe interessieren sich in diesem Jahr nur noch 13 % für diese Region.
Direkte Anlagen dominieren
Bei den geplanten Investitionen entfallen 56 % auf Direktanlagen und 44 % auf indirekte Vehikel. Bei den indirekten Anlagen sind vor allem offene Immobilienspezialfonds nach deutschem Recht und geschlossene Immobilienfonds gefragt, so die Umfrage. Bei den geplanten Verkäufen entfallen 48 Mio. Euro auf direkt gehaltene Immobilien und nur sieben Mio. Euro auf indirekte Vehikel.
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