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Karstadt: Berggruen macht das Rennen

Im Bieterkampf um die insolvente Warenhauskette Karstadt hat sich der deutsch-amerikanische Privatinvestor Nicolas Berggruen durchgesetzt. Der Karstadt-Gläubigerausschuss habe auf seiner gestrigen Sitzung mit deutlicher Mehrheit beschlossen, dass ein Kaufvertrag mit zwei Berggruen-Gesellschaften geschlossen werden solle, teilte Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg gestern Abend nach dem Ende der achtstündigen Sitzung mit. Damit haben die Vermietergruppe Highstreet und der Finanzinvestor Triton, die ebenfalls verbindliche Angebote abgegeben und diese kurzfristig nachgebessert hatten, das Nachsehen. Auch kann der Handelskonzern Metro seine Pläne für eine Deutsche Warenhaus AG aus Kaufhof und den „besseren“ Karstadt-Häusern vorerst nicht verwirklichen. Für Berggruen sprach laut Görgs Mitteilung, dass er zügig stabile Rahmenbedingungen für die Fortsetzung des Warenhausbetriebs schaffen will. So hat der Privatinvestor den US-Modeeinzelhändler BCBG Max Azria für die operative Führung von Karstadt mit ins Boot geholt. Die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags ist für Mittwoch vorgesehen. Einen Tag später entscheidet das Amtsgericht Essen, ob die Bedingungen für den Insolvenzplan erfüllt sind.

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