Stuttgart: Architekt warnt vor Gefahren bei „Stuttgart 21“
Frei Otto, Mitarchitekt des neuen Tiefbahnhofs von „Stuttgart 21“, hat mit drastischen Worten vor den Gefahren des Projekts gewarnt: Es gehe „um Leib und Leben“, man müsse nun „die Notbremse ziehen“, sagte er dem Magazin „Stern“. Durch die im Stuttgarter Boden vorhandenen Gipsschichten mit hohem Anhydridanteil bestehe die Gefahr, dass der Bahnhof eventuell überschwemmt werde. Das Magazin zitiert darüber hinaus aus einer Studie, die belege, dass der Stuttgarter Untergrund „löchrig wie ein Schweizer Käse“ sei. Die Projektverantwortlichen wiesen die Kritik als „Panikmache“ zurück. „In Stuttgart wurden bereits 40 Kilometer Tunnel gebaut, teilweise in denselben geologischen Schichten und es ist bisher nichts passiert“, so Projektsprecher Wolfgang Drexler. Otto müsse sich fragen lassen, warum er neun Jahre gewartet habe, um seine Bedenken zu äußern. Bahnhofsarchitekt Christoph Ingenhoven: „Ich finde es respektlos, dass sich Nichtfachleute, und das ist in diesem Fall auch Frei Otto, Urteile erlauben über Ingenieurbau und besonders im Tunnelbereich.“
TD Morning News abonnieren
Melden Sie sich für die TD Morning News an und erhalten Sie täglich einen kostenlosen Auszug aus unseren Branchennachrichten.