Wohnungsmarkt: Trotz Aufwärtstrend beim Neubau keine Entwarnung
Die seit 1995 anhaltende Talfahrt im Wohnungsbau scheint zu Ende. Im September planten 36,1 % der von der KfW über das Wohnungseigentumsprogramm geförderten Kreditnehmer einen Neubau. Der von der KfW Bankengruppe regelmäßig für die „Wirtschaftswoche“ berechnete KfW-Indikator Eigenheimbau lag damit 2 Prozentpunkte höher als im Vorjahreszeitraum. Damit setze sich der seit Mitte 2009 zu beobachtende Aufwärtstrend fort, so die Bank. Für das Gesamtjahr rechnet das Institut mit einem moderaten Anstieg des Neubauniveaus auf 146.000 Wohnungen. Grund für eine Entwarnung sei dies jedoch nicht: „Diese Entwicklung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass das derzeitige Niveau des hiesigen Wohnungsneubaus den auch zukünftig weiter steigenden Bedarf, insbesondere an alters- und energieeffizientem Wohnraum, nicht wird befriedigen können“, sagte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch. Komme es langfristig nicht zu einer deutlichen Steigerung der Neubauaktivität, werde sich die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt zunehmend vergrößern.
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