LHI Leasing: Neues Immobilien-Leasing-Modell startet in Halle
Zur Sanierung ihres maroden Haushalts liebäugeln zahlreiche Kommunen mit dem Verkauf ihrer Wohnungsunternehmen. Seit dem Verkauf der Dresdner Woba an den Finanzinvestor Fortress und dem ablehnenden Bürgerentscheid in Freiburg sind derartige Überlegungen allerdings politisch problematisch. Die Stadt Halle profitiert nun von einem neuen Sale-and-lease-back-Modell, das sie gemeinsam mit LHI Leasing und der NordLB konzipiert hat. Über die neu gegründete Objektgesellschaft HWG Wohnungsverwaltung, an der die städtische Wohnungsgesellschaft HWG 99,9 % und die LHI 0,1 % halten, werden 2.243 kommunale Wohnungen und 16 Geschäftseinheiten 81 Mio. Euro einspielen und dennoch in der Verwaltung der HWG verbleiben. Nach Abzug der Schulden bleiben der Stadt rd. 43 Mio. Euro zur Schuldenreduzierung. Die HWG least die Wohnungen anschließend von der Objektgesellschaft für 5 Mio. Euro p.a. zurück, die das Geld zur Verzinsung und Tilgung des Kredits von 81 Mio. Euro aufwendet. Den Kredit stellt die NordLB bereit. An Mieteinnahmen erzielt die HWG jährlich rd. 7,1 Mio. Euro. Ist der Kredit nach 30 Jahren getilgt, kauft die HWG den Anteil der LHI zum Nominalpreis wieder zurück. Auf Mieter und Mitarbeiter habe das Leasingmodell keine Auswirkungen, so HWG-Chef Heinrich Wahlen.
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