ApoBank: Absetzung zweier Vorstände – BaFin startet Sonderprüfung
Die Deutsche Ärzte- und Apothekerbank (ApoBank) hat seit gestern auch die Finanzaufsicht BaFin im Haus. Die Behörde reagiert damit auf die Verwicklung des Instituts in die Licon-Affäre. Laut einem BaFin-Sprecher wird bei solchen Vorfällen nicht nur der Einzelfall geprüft, sondern auch, ob in dem betroffenen Geschäftsbereich strukturelle Probleme bestehen. Die ApoBank, die die Ermittlungen aktiv unterstützt, hat nach einer ersten internen Untersuchung Anfang der Woche die Vorstandsmitglieder Stefan Mühr und Claus Verfürth abberufen. Davor waren bereits zwei Vertriebsleiter freigestellt worden. Vorstandssprecher Herbert Pfenning schloss nicht aus, dass noch mehr Beschäftigte von dem Fall betroffen sind. Auslöser der Affäre waren staatsanwaltliche Ermittlungen bei der Licon GmbH, die denkmalgeschützte Immobilien saniert und anschließend verkauft. Der Vertrieb lief über die Medicon, die seit 2008 eine Kooperation mit der ApoBank hatte.
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