Berlin: Wer hat das Sagen auf dem Wertheim-Areal?
Über die Eigentumsverhältnisse auf dem Berliner Wertheim-Areal am Leipziger Platz und die Zukunft des dort geplanten Großprojekts sind Unklarheiten entstanden. Jean-Francois Ott, Vorstandsvorsitzender der Orco Property Group, stellte am Dienstag im Rahmen eines Pressegesprächs den Wiedereinstieg seines Unternehmens in das Projekt in Aussicht. „Wir sind weiter die Eigentümer des Areals“, sagte Ott in Berlin. Ein mit dem Unternehmer Harald G. Huth vor zwei Jahren ausgehandelter Vertrag sei nie in Kraft getreten. Eine Zusammenarbeit mit Huth sei zwar weiter möglich, aber es gebe auch Anfragen von anderen Investoren. Harald G. Huth teilt unterdessen mit, dass der geschlossene Kaufvertrag weiterhin wirksam sei. Er sei nur nicht vollzogen worden, weil ein Streit mit Grundstücksnachbarn noch nicht geklärt sei. Orco könne das Projekt nicht ohne ihn realisieren, weil er im Besitz aller Genehmigungen, Planungen und Vorverträge sei. Er zeigt sich zuversichtlich, innerhalb von zwei Wochen eine „kaufmännische Lösung“ mit Orco für den Nachbarschaftsstreit zu finden. Huth hatte kürzlich angekündigt, noch im Dezember mit dem Bau des 450 Mio. Euro teuren Projekts beginnen zu wollen. Geplant ist ein Komplex mit 152.000 m² BGF, in den ein Shoppingcenter, ein Hotel sowie Wohnungen integriert werden sollen.
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