Berlin: Land will Immobilienholding verkaufen
Das Land Berlin will die Berliner Immobilienholding (BIH) verkaufen. Der Senat habe entschieden, per europaweiter Ausschreibung eine Investmentbank zu suchen, die den Verkauf begleitet, sagte Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD). Voraussetzung für den Verkauf sei aber, dass das Land alle mit der BIH verbundenen Risiken abgebe. In der BIH sind etwa 3.000 Gewerbeobjekte und ca. 38.000 Wohnungen zusammengefasst. Dabei handelt es sich um die Restbestände und Fondsobjekte der im Jahr 2001 in die Krise geratenen Bankgesellschaft Berlin. Das landeseigene Institut musste damals zerschlagen und deren Töchter verkauft werden. Die übriggebliebenen Immobilien wurden in der BIH zusammengefasst und vom Land mit einer Bürgschaft über 21,6 Mrd. Euro abgeschirmt. Sarrazin räumte ein, dass der Verkauf der BIH in Zeiten der Finanzkrise paradox anmute. Die BIH biete aber „handfeste Immobilien, über die sämtliche Daten vorliegen“. Außerdem könne sich die Krise bis zur Ausschreibung im Frühjahr 2009 beruhigt haben. Zum Kaufpreis sagte der Finanzsenator, dass dem Land ein dreistelliger Millionenbetrag übrigbleiben sollte.
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