Beschäftigungsstudie: Einbußen im Osten – Ruhrgebiet unter den Gewinnern
In 158 der 413 Kreise und Städte drohen aufgrund des demografischen Wandels und des sich abzeichnenden Fachkräftemangels bis 2020 Beschäftigungsverluste. Besonders betroffen sind mit 68 von 87 Kreisen die neuen Bundesländer. So wird es 2020 etwa im Landkreis Spree-Neiße rd. 30 % weniger Erwerbstätige als heute geben. Aber auch 30 % der Kreise und Städte in Westdeutschland sind vom Beschäftigungsschwund betroffen, etwa Wilhelmshaven mit einem prognostizierten Rückgang von über 20 %. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Positiv entwickelt sich die Beschäftigungssituation dagegen in den westdeutschen Metropolregionen. Für den Landkreis München prognostizieren die Wissenschaftler einen Beschäftigungszuwachs von etwa 20 %, für Leverkusen sogar von 40 %. Bemerkenswert ist die positive Entwicklung in vielen Städten des Ruhrgebiets (Dortmund: +21 %, Unna: +13 %). In Ostdeutschland gewinnen Potsdam mit einem Plus von 20 %, aber auch Leipzig und Dresden sowie touristisch geprägte Kreise wie Bad Doberan jeweils rd. 10 % an Erwerbstätigen hinzu.
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