LBBW: Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft neuen Verdacht
Die LBBW sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Laut „Stern“ und „SWR“ prüft die Staatsanwaltschaft einen Anfangsverdacht, bei dem die Halbjahresbilanz 2009 der LBBW-Immobiliensparte und die Abberufung des früheren Geschäftsführers Markus Pflitsch im Mittelpunkt stehen. Das Institut werde verdächtigt, Pflitsch nach nur vier Wochen im Amt entlassen zu haben, als dieser sich weigerte, eine Vollständigkeitserklärung für die Halbjahresbilanz abzugeben. Ein vertraulicher Revisionsbericht habe bereits im Frühjahr 2009 massive Kontrollmängel offenbart. Pflitsch habe bei einer internen Präsentation dargelegt, dass Projekte mit einem Volumen von mehr als 1,6 Mrd. Euro nicht durchfinanziert und die Risiken nicht einschätzbar seien. „Der Zeitraum, der bei unseren Ermittlungen bisher untersucht wurde, erstreckt sich von 2006 bis 2008“, begründete die Staatsanwaltschaft gegenüber dem „Stern“, dass trotz mehrerer Hausdurchsuchungen die Halbjahresbilanz 2009 erst jetzt in den Fokus geraten sei. Das Institut selbst habe erklärt, Pflitschs Ausscheiden aus dem Konzern stehe „in keinem Zusammenhang mit dem Nicht-Unterschreiben einer Vollständigkeitserklärung“.
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