Consus verliert massiv Eigenkapital

Die Adler-Tochter Consus Real Estate veröffentlichte heute Nacht eine Verlustanzeige. Auf Basis der derzeitigen Berechnungen wäre das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2021 aufgrund der Abschreibungen und der sich daraus ergebenen Verlustübernahmen auf Basis bestehender Ergebnisabführungsverträge negativ, heißt es darin. Vorangegangen war eine Berichtigung der Adler Group Ende April, die ihren Entwickler Consus um 1,08 Mrd. Euro niedriger bewertete und damit einen Vorsteuerverlust 2021 von 1,02 Mrd. Euro einfuhr. "Consus ist unser Sorgenkind", sagte Adler-Chef Stefan Kirsten in einer Pressekonferenz heute Morgen. Adler sei grundsätzlich bereit, Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals von Consus zu unterstützen. Kirsten schließt für Consus keine Maßnahme aus, außer den Konkurs. Der Verwaltungsratschef gibt cashneutrale Lösungen vor, ein späterer Verkauf ist eine Option. Bei Adler übernimmt ab Juni Thomas Echelmeyer interimsweise den Posten des Chief Financial Officer. Die Suche nach einem dauerhaften Finanzchef sei im Gange.

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