Terragon meldet für die AG und die Wohnbau-Tochter Insolvenz an

Der Vorstand der Terragon AG hat für diese und die Tochtergesellschaft Terragon Wohnbau Insolvenz angemeldet. Der Anlass: Es sei nicht gelungen, für das Projekt Welkerstift in Duisburg einen Investor zu gewinnen. Ein solcher Investor, so hatte Vorstandschef Michael Held am 14. Juni 2022 auf der Versammlung der Gläubiger der Inhaber-Teilschuldverschreibung "2019/2024" erklärt, hätte 4,1 Mio. Euro einbringen und für eine Stabilisierung der Anleihe, der Terragon Wohnbau und letztlich auch der Terragon AG sorgen sollen. Ohne diesen Investor sei die Terragon Wohnbau nun zahlungsunfähig. Die Muttergesellschaft Terragon AG selbst sei zwar noch zahlungsfähig. Der Vorstand entschied sich "zur sicheren Fortführung des Unternehmens" dennoch für eine Sanierung und Restrukturierung im Insolvenzverfahren. Im Vorfeld hatte der Berliner Entwickler u.a.von gestiegenen Baukosten und Verzögerungen bei Projektverkäufen berichtet. Die Anleger der Anleihe hatten am 14. Juni einer Stundung ihrer Zinszahlungen zugestimmt. Held will die akquirierten Projekte für mehr als 800 Mio. Euro ungeachtet der Insolvenz fortführen.

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