GPP: Nachholbedarf und neue Arbeitswelten beflügeln Büromärkte

In den deutschen Top-7-Städten wurden im 1. Halbjahr 1,82 Mio. m² Bürofläche vermietet oder durch Eigennutzer absorbiert, das sind 49 % mehr als vor einem Jahr und ein Wert nahe dem Rekord von 2019, berichtet das Maklernetzwerk GPP. Als Stützen der Nachfrage erwiesen sich die Öffentliche Hand, IT-Unternehmen und Finanzdienstleister. Die widrigen Marktumstände wie Inflation, Zinsanstieg, Baukostenexplosion und Lieferengpässe werden noch vom Flächenbedarf überlagert, teilweise weil neue Arbeitswelten umgesetzt werden, teilweise weil durch Corona zurückgestellte Anmietungen nachgeholt wurden. Die Umsätze stiegen in allen Städten, in Stuttgart um ganze 314 % auf 213.000 m². Hierzu trug u.a. die Vermietung von rd. 25.000 m² im "W11" in Weilimdorf bei. Die Landesagentur Komm.One mietet hier rd. 21.500 m², zudem werden eine IT-Firma und ein Finanzdienstleister einziehen. Den exklusvien Vermittlungsauftrag für das W11 hat Colliers. In Köln (+57 % auf 220.000 m²), Berlin (+6 % auf 323.000 m²) und Düsseldorf (+68 % auf 164.000 m²) prägte die Öffentliche Hand die Marktdynamik. In Hamburg erreichte die Spitzenmiete mit 32,50 Euro/m² ein neues Rekordhoch. Hier mietete die Haspa 30.800 m² im Deutschlandhaus. Auch in den anderen Städten zogen sowohl die Durchschnitts- als auch die Spitzenmieten an. In Frankfurt sind es 46,20 Euro/m² in der Spitze, in Berlin 41,80 Euro/m² und in München 41,00 Euro/m².

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