Markt: Günstige Einstiegspreise durch Finanzmarktkrise
Die Kreditkrise belastet die Weltwirtschaft weiter. Trotz staatlicher Rettungsmaßnahmen kommen auf die Banken weitere hohe Abschreibungen und realisierte Verluste zu. Für die Immobilienmärkte bedeutet dies anhaltend hohe oder steigende Liquiditäts- und Risikoprämien. Dies wird zu günstigeren Einstiegspreisen an den gewerblichen Immobilienmärkten führen. Zu diesem Ergebnis kommt der Deka Immobilien Monitor Prognose-Update für das dritte Quartal 2008. Für Europa haben die Deka-Analysten die Wachstumsprognosen für 2008 und 2009 gegenüber der Frühjahrsprognose merklich nach unten korrigiert. Die europäischen Büromärkte werden sich der schwächeren Konjunktur und der Ausweitung der globalen Finanzmarktkrise nicht entziehen können. Einige Märkte wie die Londoner City verzeichneten im ersten Halbjahr bereits erste Mietrückgänge, in der zweiten Jahreshälfte und 2009 werden weitere folgen. Eigenkapitalstarke Investoren könnten vom derzeitigen Umfeld profitieren, da fremdkapitalbasierte Anleger sich in den kommenden Quartalen angesichts der Liquiditätsknappheit zunehmend aus dem Markt zurückzögen. Erst ab 2010 erwarten die Analysten eine Konjunkturbelebung, die auf den meisten Immobilienmärkten wieder zu sinkenden Leerständen und moderaten Mietsteigerungen führen werde. Im Investitionszeitraum 2009 bis 2012 zählen daher London, Paris, Brüssel, Luxemburg und Lyon zu den Deka-Favoriten.
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