USA: Rettungspaket für US-Banken beschlossene Sache
Nach dem US-Senat hat am 3. Oktober auch das Repräsentantenhaus der USA dem 700 Mrd. Dollar schweren Rettungspaket zur Stabilisierung des Finanzsektors zugestimmt. 264 Abgeordnete – und damit die klare Mehrheit – votierten für die von Finanzminister Henry Paulson vorgelegte „Bailout bill“, 171 Abgeordnete stimmten dagegen. Noch am Freitag unterzeichnete auch US-Präsident George W. Bush den Rettungsplan. Mit den nun zugesagten Mitteln soll das Vertrauen in die Finanzmärkte gestärkt und der zum Erliegen gekommene Kreditfluss der US-Banken wieder in Gang gesetzt werden. Nach dem neuen Gesetz können die USA angeschlagenen Banken ihre faulen Kredite im Gesamtwert von bis zu 700 Mrd. Dollar abkaufen; in einer ersten Tranche sollen an die Institute 250 Mrd. Dollar gezahlt werden. Weiter sieht das Gesetz, dem das Repräsentantenhaus beim ersten Anlauf vor einer Woche noch seine Zustimmung verweigert hatte, in der inzwischen modifizierten Fassung einen besseren Schutz für Spareinlagen vor: Die Garantiesumme für Bankguthaben wurde von bisher 100.000 auf 250.000 Dollar pro Konto erhöht. Viele der Anlagen, die die Regierung jetzt kaufen werde, seien „deutlich unterbewertet“, erklärte Bush in einer Rundfunkansprache am Samstag. Es sei davon auszugehen, dass die Preise für Wertpapiere und Anlagen wieder steigen würden und die Regierung dann einen großen Teil der riesigen Summe – „wenn nicht sogar alles“ – zurückerhalten würde.
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