Weniger Großinsolvenzen bei Immobilienfirmen, Risiken bleiben aber hoch
Die Zahl der Großinsolvenzen in der Immobilienbranche sank 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 22 %. Besonders deutlich fiel der Rückgang laut einer Auswertung des Beratungsunternehmens Falkensteg bei den großen Bauunternehmen und Entwicklern aus. Hier meldeten nur noch 14 große Unternehmen (mit einem Umsatz ab 10 Mio. Euro) Insolvenz an, nach 29 im Vorjahr (-51,7 %). Bei den Gebäudedienstleistern (Innenausbau, Makler und Zulieferer) besserte sich die Lage dagegen kaum: In diesem Bereich zählte Falkensteg 42 Insolvenzen, nach 43 im Vorjahr (-2,3 %). Einen Grund zur Entwarnung sieht Falkensteg aber nicht. Vielmehr seien die gesunkenen Insolvenzfälle Folge einer Marktbereinigung. Viele wirtschaftlich schwächere Marktteilnehmer schieden laut Falkensteg-Partner Christian Alpers bereits 2024 aus. Die verbliebenen gehören zu den stabileren Akteuren. Angesichts unveränderter struktureller Herausforderungen wie hohe Baukosten, Fachkräftemangel und regulatorische Unsicherheiten bleibe das Insolvenzrisiko aber hoch.
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