Atomfonds will in großem Stil in Immobilien einsteigen
Der Kenfo-Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung will bis zum Jahr 2029 mehr als 1 Mrd. Euro in Immobilien investieren. Dies kündigte Investmentmanager Etienne Naujok auf der "Quo Vadis" in Berlin an. Investitionen in Aktien von Immobilienunternehmen seien dabei nicht mitberücksichtigt. Mit der Diversifikation in Immobilien begann Kenfo etwa 2024; der seither aufgebaute Bestand hat bislang einen Nettoinventarwert (NAV) von lediglich etwa 200 Mio. Euro. Dieser Wert soll laut Naujok bis in drei oder vier Jahren auf 1,3 Mrd. Euro steigen. Man habe eine Marktbereinigung abgewartet und schaue nun u. a. ebenfalls auf Immobilien unter Stress. Der Kenfo ist eine öffentlich-rechtliche Stiftung, in die im Zuge des deutschen Ausstiegs aus der Atomenergie von den Betreibern der 25 deutschen Kernkraftwerke 24,1 Mrd. Euro zur Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls übertragen wurden. Das Vehikel ist Deutschlands einziger Staatsfonds.
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