Volksbank Brawo stellt Vorstandschef frei und plant Neuausrichtung

Der Aufsichtsrat der stark im Immobilien- und Projekentwicklungsgeschäft involvierten Volksbank Brawo hat den Vorstandsvorsitzenden Jürgen Brinkmann mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt. Grund seien "unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung der Unternehmensgruppe". Zudem will die Bank vorsorglich bei der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) einen Antrag auf Deckungsmaßnahmen stellen. Man erfülle zwar die erforderlichen harten Kapitalanforderungen (TSCR) sowie Liquiditätsanforderungen, doch ein solcher Antrag könne bei der Neuausrichtung der Brawo Group helfen. Die Bank räumt in ihrer Mitteilung aus Wertberichtigungen resultierende Risiken ein. Man werde die bisherige Geschäftsstrategie kritisch überprüfen und im Zuge der Berichterstattung über den Jahresabschluss 2025 detailliert über die Restrukturierungsmaßnahmen informieren. Ende letzten Jahres hatte der BVR die Volksbank Brawo unter genauere Beobachtung gestellt, vermutlich wegen ihres umfangreichen Engagements außerhalb des Einlagen- und Kreditgeschäfts, das Brinkmann vorangetrieben hatte. Die Volksbank Brawo selbst hatte damals betont, der "Bereich Real Estate insgesamt ist weiterhin ein stabiler Ertragsgarant".

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