EY-Umfrage: Refinanzierungen werden herausfordend

Mit Beginn des neuen Nahost-Konflikts haben Finanzierungskosten sprunghaft an Bedeutung gewonnen. Nach der jüngsten Umfrage von EY-Parthenon unter 58 immobilienfinanzierenden Kreditinstituten in Deutschland und 26 Kanzleien mit Fokus auf immobilienwirtschaftliche Restrukturierungen sehen über 90 % der Teilnehmer steigende Finanzierungskosten und damit Anschlussfinanzierungen als Herausforderung für den Immobilienmarkt. In der Vorjahresbefragung hatte sich nur knapp die Hälfte entsprechend geäußert. Bei der Hälfte der Institute liegt der Anteil von Krediten, die zur Refinanzierung anstehen, bei über 40 %. "Nach der Corona-Pandemie, dem Ukrainekrieg und der Zinswende hatte sich das Immobilienfinanzierungsumfeld nur scheinbar stabilisiert“, kommeniert Jean-Pierre Rudel, Partner bei EY Real Estate. Gleichwohl geben auch jetzt 80 % der Befragten „Amend & Extend“, also die Verlängerung und Anpassung bestehender Finanzierungen, als die häufigste Strategie für Problemkredite an. Rettungserwerbe und Plattformlösungen unter aktiver Beteiligung der Kreditinstitute sowie NPL-Transaktionen werden aber zunehmend wahrgenommen. Etwa 60 % der Institute erwarten eine Wende zum Besseren am Immobilienmarkt erst ab 2029.

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