Gagfah klagt gegen Dresden
Gegen die Milliardenklage der Stadt Dresden wehrt sich die Gagfah nun mit einer Gegenklage und dem Antrag auf Klageabweisung. Über drei Tochtergesellschaften will die Gagfah klären, „ob den Woba-Gesellschaften Ansprüche gegen die Stadt Dresden im Zusammenhang mit den Klageerhebungen durch die Stadt Dresden zustehen“, teilt der Konzern mit. Die Gagfah schätzt die möglichen Ansprüche auf bis zu 800 Mio. Euro. Darüber hinaus verklagt die Gagfah-Tochter Woba Dresden den Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann persönlich „wegen schwerwiegender Sorgfaltspflichtverletzungen“ in dessen einstiger Funktion als Aufsichtsrat der Woba Dresden. Vorjohann habe „als Gegenleistung für ein Unterbleiben der Klageerhebung u.a. die Forderung aufgestellt, dass die Stadt Dresden an einem sich dann einstellenden Kursanstieg der Gagfah-Aktie partizipiert“. Gegenstand der Klage durch die Stadt sind angebliche Verstöße des Unternehmens gegen die beim Kauf der damals kommunalen Woba-Wohnungen vereinbarte Sozialcharta. Die Forderungen belaufen sich auf gut 1 Mrd. Euro.
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