JLL-Studie: Neubaudefizit von 80.000 Wohnungen im Jahr

In Deutschland werden nicht nur zu wenig Wohnungen gebaut, sondern sie werden teilsweise auch am Bedarf vorbei realisiert. So entstehen nach einer neuen Analyse von JLL jährlich rund 50.000 Wohnungen in Regionen mit stagnierender oder sinkender Nachfrage. Die Bauleistung in ländlichen Räumen übersteigt mit 41 neuen Einheiten je 10.000 Bestandswohnungen den Bedarf von 23 Einheiten deutlich, während in den acht größten Städten nur 42 statt der benötigten 62 Wohnungen hinzukommen. In einem Fünftel der regionalen Märkte baut sich zudem ein Überangebot an großen Wohneinheiten auf, während dort der wachsende Bedarf an kleineren Wohnungen nicht gedeckt wird. Diese Faktoren einberechnet, ergibt sich in Deutschland ein Neubaudefizit von rund 80.000 Einheiten pro Jahr (bei einem erwarteten Fertigstellungsniveau von 243.000 p.a. für 2025-28). Die Bautätigkeit nimmt kaum zu, weil Neubauprojekte meist nur zu Mieten rentabel sind, die sich die wenigsten leisten können, laut JLL rechnen sie sich in den Top-7-Städten "fast ausschließlich" bei Mietpreisen von über 21,50 Euro/m².

TD Morning News abonnieren

Melden Sie sich für die TD Morning News an und erhalten Sie täglich einen kostenlosen  Auszug aus unseren Branchennachrichten.