Investmentumsatz mindestens stabil bei steigenden Renditen

Im ersten Halbjahr wurden nach Makler-Berechnungen bundesweit Gewerbe- und Wohnimmmobilien für 14,7 bis 17,6 Mrd. Euro gehandelt. Während BNP Paribas Real Estate und Savills hierbei nur eine leichte Zunahme von 5 bzw. 2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum beobachten und Colliers einen Rückgang von 1 %, melden CBRE, JLL und Cushman & Wakefield ein zweistelliges Marktwachstum (13 bis 20 %). Im Gewerbesegment führen Bürotransaktionen, die auf 2,8 bis 3,45 Mrd. Euro zunahmen, gefolgt von Logistik (2,3 bis 2,9 Mrd. Euro). Der Umsatz mit Einzelhandelsimmobilien sank indes auf 1,8 bis 2,3 Mrd. Euro. Das zweite Quartal fiel insgesamt schwächer aus als das erste, für das die Makler knapp 9 Mrd. Euro bilanziert hatten. Infolge der Nahostkrise sei die Abschlussdynamik "temporär stark gedrosselt" gewesen, berichtet BNPPRE. Wegen Refinanzierungsthemen, defensiveren Nutzermarktannahmen und höheren Risikoaufschlägen mussten Verhandlungen neu ausgerichtet werden. Laut JLL kommen wegen der volatilen Rahmenbedingungen angedachte oder angeschobene Transaktionen "nach wie vor in vielen Prozessen nicht zustande", die Lücke bei den Preisvorstellungen sei durch den Zinsanstieg nicht kleiner geworden. Colliers beobachtet wegen der gestiegenen Kapitalmarktzinsen über alle Lage- und Risikoklassen hinweg wieder steigende Renditen. Für das Gesamtjahr erwarten die meisten Makler weiterhin ein Volumen von 35 bis 40 Mrd. Euro. CBRE sieht "mehr Aktivität im Markt, mehr Verkaufsprozesse und insgesamt mehr Produkt als noch vor einem Jahr".

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