Verhaltenes erstes Halbjahr für Einzelhandel-Investmentmarkt
Der deutsche Markt für Einzelhandelsimmobilien hat das erste Halbjahr mit angezogener Handbremse abgeschlossen. Nach Zahlen von BNPPRE, CBRE und Colliers wurden Immobilien mit einem Volumen zwischen 1,9 und 2,3 Mrd. Euro gehandelt. Unterm Strich steht damit ein Minus von 21 bis 35 % gegenüber dem Vorjahr. Inhaltlich bleibt vieles beim Alten: Fachmarkt- und Nahversorgungsimmobilien dominieren klar das Geschehen. Ihr Marktanteil liegt – je nach Erhebung – zwischen rd. 44 % (CBRE) und über 55 % (Colliers). Highstreet-Objekte kommen auf etwa ein Viertel des Volumens, Shoppingcenter bewegen sich im Bereich von 13 bis 16 %. Gerade lebensmittelgeankerte Objekte bleiben das Rückgrat des Marktes. Was fehlt, sind die großen Tickets. Laut Colliers entfallen 94 % aller Transaktionen auf Volumina unter 50 Mio. Euro. Die Renditen präsentieren sich insgesamt relativ stabil, zeigen aber erste leichte Bewegungen nach oben. Für 1A-Lagen in den Top-7-Städten werden rd. 4,44 % aufgerufen. Fachmarktzentren und Lebensmittelobjekte liegen je nach Zuschnitt zwischen 4,6 % und 5,5 %. Shoppingcenter bewegen sich um die 6 %, während schwächere Standorte deutlich höhere Renditen bis 7,75 % erreichen.
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