Die meisten verkaufen ohne Druck – außer offene Fonds

Über 70 % aller Immobilienverkäufe in Deutschland wurden in letzter Zeit aus freien Stücken getätigt – der übrige Teil resultiert aus finanziellem Druck (17 %) oder einer Insolvenz (10 %). Zu dem Ergebnis kommt JLL bei der Analyse des Transaktionsvolumen von 2024 bis Mitte 2026 in Höhe von 87 Mrd. Euro. Während bei Asset- und Fondsmanagern, Projektentwicklern, Corporates und privaten Investoren freiwillige Veräußerungen mit jeweils über 80 % dominieren, erfolgt bei offenen Immobilienpublikumsfonds 93 % des Verkaufsvolumens erzwungenermaßen: Sie müssen wegen ihrer Mittelabflüsse verkaufen, um Liquidität zu generieren. Einen Mangel an Fremdkapital hat JLL bei 11 % des Verkaufsvolumens als Verkaufsnotwendigkeit ausgemacht. Auf dem Büromarkt besteht für 2026 eine Refinanzierungslücke von rd. 4 Mrd. Euro. Diese dürfte sich aber in den kommenden Jahren schließen. Insgesamt rechnet JLL im weiteren Jahresverlauf mit mehr forcierten Verkäufen als im ersten Halbjahr. Allerdings würden viele dieser Transaktionen im Rahmen strukturierter Abverkaufsprozesse und nicht unter zeitlichem Druck stattfinden.

TD Morning News abonnieren

Melden Sie sich für die TD Morning News an und erhalten Sie täglich einen kostenlosen  Auszug aus unseren Branchennachrichten.