Krankenkassen werten bei 1,1 Mrd. Euro an Immobilienanlagen ab
Rund ein Dutzend direkt vom Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) kontrollierte Krankenkassen haben in Inhaberschuldverschreibungen des Schweizer Fondsberaters Verius Capital bzw. immobilienbesicherte Schuldscheindarlehen, investiert. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen mit. Insgesamt wurden demnach 1,1 Mrd. Euro investiert, davon etwa 0,9 Mrd. Euro in immobilienbesicherte Schuldscheindarlehen und 0,2 Mrd. Euro in Inhaberschuldverschreibungen (Verius II und Verius III). Die betroffenen "bundesunmittelbaren Krankenkassen" hätten Ende 2025 bereits Wertberichtigungen in Höhe von etwa 400 Mio. Euro vorgenommen, die Restbuchwerte betrügen knapp über 700 Mio. Euro. Mit weiteren Verlusten wird gerechnet. Die (Rest-)Buchwerte der Schuldscheindarlehen liegen nach BAS-Erkenntnissen "zwischen 10 und 100 % der ursprünglichen Anlagebeträge". Einige Krankenkassen hätten für die Jahresrechnung 2026 weitere Wertberichtigungen angekündigt. Bisher war die Rede von 28 Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen, von denen laut Medienberichten mehr als 500 Mio. Euro im Feuer stehen.
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