Investmentumsatz schwächt sich auf 21 bis 24 Mrd. Euro ab
Auf dem deutschen Investmentmarkt wurden laut Maklerberechnungen in den ersten neun Monaten Gewerbe- und Wohnimmobilien für 21,4 bis 23,9 Mrd. Euro gehandelt, wovon auf das dritte Quartal nur 4,4 bis 6,5 Mrd. Euro entfallen. Das ergeben die Marktberichte von BNPPRE, CBRE, Colliers, C&W, JLL, NAI Apollo und Savills. Mehrheitlich registrieren sie für die drei Quartale ein Minus von 3 bis 9 %, wobei sowohl bei Wohnen (5,8 bis 7,9 Mrd. Euro) als auch bei Gewerbe der Umsatz zurückging. Für Büros werden 3,8 bis 4,4 Mrd. Euro, für Logistik 4,0 bis 4,4 Mrd. Euro und für Einzelhandel 2,2 bis 3,1 Mrd. Euro notiert. Insbesondere die Leitzinserhöhung hat Verkäufe erschwert. "Für das Gros der Investoren fällt die Risikoprämie für Immobilieninvestments deutlich zu gering aus, weshalb bei bereits angeschobenen Prozessen oder in Aussicht gestellten Transaktionen zunächst die Pause-Taste gedrückt wurde", berichtet JLL. BNPPRE hofft allerdings: "Vieles spricht aktuell für ein längerfristig erhöhtes Zinsniveau, was Verhandlungsparteien durchaus dazu motivieren sollte, einen tragfähigen Abschluss zu heutigen Konditionen anzustreben, statt auf günstigere Finanzierungsbedingungen zu einem unbestimmten Zeitpunkt zu warten." Somit könnten 32 Mrd. Euro Jahresumsatz für Gewerbe- und Wohnimmobilien erreicht werden. Laut Colliers fokussiert sich das Anlegerinteresse aktuell auf drei Schwerpunkte: kleinere Core-Objekte zwischen 10 und 60 Mio. Euro, die weitestgehend mit Eigenkapital finanziert werden können, langfristig vermietete oder aber kurzfristig wertsteigerungsfähige Objekte, deren Entwicklungspotenziale sich in einem realistischen Kaufpreis widerspiegeln, oder aber vor allem Büroimmobilien mit Umnutzungspotenzial und vergleichsweise geringen Kapitalwerten. Laut CBRE wurden bis Ende des dritten Quartals Immobilien im Wert von rund 1,15 Mrd. Euro aus Insolvenzverfahren veräußert, 26 % davon stammten von Signa.
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